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Histamine, Stoffwechselstörungen und pflanzliche Proteine - eine gute Idee?


Histamin - kleiner Stoff mit großer Wirkung

Die Resonanz auf unseren letzten Blogbeitrag zum Thema „Kürbiskerne und Histamin“ war beeindruckend - das freut uns sehr. Vielen Dank für die vielen positiven Zuschriften und die zahlreichen Fragen.
Nachdem das Thema für einen stetig wachsenden Personenkreis an Bedeutung gewinnt und wir wissen, wie schwer es ist, wirklich verlässliche Informationen zu finden, greifen wir das Thema heute sehr gerne nochmals für Dich auf.
Da das Thema sehr komplex ist, haben wir beschlossen, immer wieder einen Themenbereich, der aus unserer Sicht das alltägliche Leben mit einer bestehenden Histaminproblematik erleichtern kann, heraus zu greifen, näher zu beleuchten und Dir im Rahmen eine kleinen Serie weiteres Wissen über das wichtige Thema zu vermitteln.

Warum kennen wir uns bei Leobellvis mit den Themen Histamin, Histaminintoleranz und Histaminstoffwechselstörungen so gut aus?

Eine relativ häufige Frage, die an uns herangetragen wurde, ist der Grund, warum wir uns so detailliert mit dem Thema „Histamin und Histaminintoleranz“ auseinandergesetzt und uns das Fachwissen angeeignet haben.
Wie Du weißt, ist die Idee zu Leobellvis durch unsere praktische Erfahrung und dem Wunsch der Patienten aus unserer Privatpraxis mit dem Schwerpunkt „Stoffwechsel- und Hormontherapie“ nach wirklich verlässlichen Produkten entstanden.
Das Thema „Histamin“ kam aufgrund der eigenen persönlichen Betroffenheit von Nicole in unser Leben. Die persönlichen Erfahrungen zeigten uns sehr schnell, dass „Histaminintoleranz“ mehr ist, als eine einfache „Nahrungsmittelintoleranz“, als die sie immer dargestellt wird.
Kurz gesagt, das bloße Auslassen von bestimmten Lebensmitteln führt in den seltensten Fällen zu einer wirklichen Verbesserung des Beschwerdebildes.
Das Thema „Histamin“ ist besonders vielschichtig, denn neben der Ernährung spielen insbesondere auch die Themen „Psyche“, „Stressbelastung“ und viele weitere Faktoren eine wichtige Rolle.
Pauschale Therapieansätze aus dem Internet sind daher selten von Erfolg gekrönt. Hinzu kommt, dass es mehrere Störungen des Histaminstsoffwechsels gibt, welche zwar ähnliche Symptome verursachen, im therapeutischen Ansatz jedoch komplett anders zu behandeln sind.
Aufgrund unserer eigenen Expertise hat sich unsere Privatpraxis in den letzten Jahren zunehmend zu einer Schwerpunktpraxis im Bereich „Histaminstoffwechselstörungen“ entwickelt. Gemeinsam mit unseren Patienten erarbeiten wir einen individuellen Lösungsansätz, der dann auch wirklich funktioniert.
Für uns ist es nach all den Jahren noch immer ein sehr schönes Gefühl, wenn wir Patienten helfen konnten, die aufgrund vieler erfolgloser Versuche, bereits am Rande der Verzweiflung standen.
Da das Thema „Histamin“ viel vielschichtiger ist, als die blosse „Histaminintoleranz“, sprechen wir im Folgenden lieber von „Histaminstoffwechselstörungen“.

Histamin - ohne geht es wirklich nicht

Nehmen wir uns nochmal die Zeit und beschäftigen wir uns ein wenig mit den Grundlagen.
Was ist nun dieses „Histamin“ und warum macht es manchmal Kummer?
Um eines ganz klar voranzustellen: Ohne Histamin wären wir nicht lebensfähig. Weder wäre der Körper in der Lage, den Blutdruck zu regulieren, noch könnte er die wichtige Magensäure bilden und das Immunsystem hätte auch Probleme, seine schützende Funktion auszuüben.

Vier Histaminrezeptoren steuern Deinen Körper

Der körpereigene Stoff Histamin hat eine Besonderheit. Dein Körper hält für dieses eine biogene Amin (Aminosäuren, die körperfunktionsregulierende Aufgaben haben können) ganze vier unterschiedliche Rezeptoren bereit.
Jeder dieser Rezeptoren reguliert eine andere Körperfunktion, bzw. hat eine andere Aufgabe.
Das erklärt auch, warum die Symptome einer Histaminstoffwechselstörung von Person zu Person, sogar von Tag zu Tag oder selbst von Stunde zu Stunde unterschiedlich ausfallen können und deshalb leider sehr häufig falsch interpretiert oder übersehen werden.
Ich möchte Dir im Folgenden gerne die einzelnen Rezeptoren und deren Aufgaben vorstellen. Im weiteren Verlauf des Beitrags bekommt Ihr einen kurzen Fragebogen/Checkliste an die Hand, mit dem Du selbst überprüfen kannst, ob Du eventuell von einer Histaminstoffwechselstörung betroffen sein könntest.

Deine Histaminrezeptoren


H1-Rezeptor

Findest du hier:
  • Blutgefäße
  • Bronchien
  • Darm
  • Uterus
  • Gehirn
  • Nebenniere
  • Nerven
Mögliche Symptome bei übermäßiger Aktivierung:
Niedriger Blutdruck, Schwellungen und Wassereinlagerungen, Asthma und Atembeschwerden, Durchfall und/oder Verstopfung, Blähungen, Übelkeit und Erbrechen (z.B. See- oder Reisekrankheit), Schlafstörungen, vermehrte Adrenalinausschüttung führt zu Herzrasen oder Blutdruckanstieg, vermehrter Juckreiz und Schmerzempfindlichkeit.

H2-Rezeptor

Findest du hier:
  • Magen
  • Herz
  • Skelettmuskulatur
  • Immunsystem
Mögliche Symptome bei übermäßiger Aktivierung:
Sodbrennen, Herzrasen und Blutdruckanstieg, Muskelverspannungen, Immunschwäche durch Hemmung der Antikörpersynthese in den B-Zellen, Entstehung chronischer Entzündungen, Begünstigung von bestimmten Autoimmunerkrankungen (z.B. Hashimoto).

H3-Rezeptor

Findest du hier:
  • Gehirn
  • Nervensystem
  • Lunge
  • Herz
  • Darm
Mögliche Symptome bei übermäßiger Aktivierung:
Störungen des Hunger- und Durstgefühls, Schlafstörungen, gestörte Regulierung der Körpertemperatur (Hitzewallungen oder Frieren), Blutdruckschwankungen, Schmerzen und Migräne (!), ADHS, neurodegenerative Erkrankungen (z.B. Schizophrenie, Parkinson).

H4-Rezeptor

Findest du hier:
  • Immunsystem
  • Hormondrüsen
  • Darm
Mögliche Symptome bei übermäßiger Aktivierung:
Chronische Entzündungen und Allergieneigung, vermehrte Tumorneigung durch Somatostatin-Mangel

Das Chamäleon der Medizin

Vermutlich ist es Dir jetzt wie Schuppen von den Augen gefallen, warum es möglich ist, dass die Symtpomatik von Person zu Person, von Tag zu Tag, von Stunde zu Stunde wechseln kann.
Je nachdem, welcher Rezeptor gerade aktiv sein möchte, hast Du heute Migräne, morgen Blähungen, übermorgen Herzrasen und niedrigen Blutdruck. Keine Angst.
Das ist nicht psychosomatisch, wie es Dir der eine oder andere vielleicht schon einreden wollte. Nein. Das ist völlig normal. Völlig normal für eine Histaminstoffwechselstörung.

Muss es immer eine Histaminintoleranz sein, oder gibt es da vielleicht noch mehr?

Leider wird sehr häufig der Fehler begangen, dass lediglich an das Vorliegen einer klassischen Histaminintoleranz, also einen erhöhten Histaminspiegel, gedacht wird. Der nächste Fehler in der Diagnostik liegt darin begründet, dass sich diese sehr oft nur auf das Vorhandensein und die Aktivität der sog. Diaminoxidase (DAO) stützt.
Dass es daneben auch noch das mindestens ebenso bedeutende und für den intrazellulären Histaminabbau wichtige Enzym Histamin-N-Methyltransferase (HNMT) gibt, wird geflissentlich ignoriert oder übersehen.
Der Formenkreis der Histaminstoffwechselstörungen geht weit über das Vorliegen einer einfachen Histaminintoleranz hinaus. So gibt es ebenso Störungen der sog. Mastzellen (Mastzellaktivierungssyndrom) bis hin zu einem ausgeprägten Histaminmangel.
Das Gemeine an der Sache: die Symptome unterscheiden sich nur minimal und sind nur von erfahrenen Therapeuten zu deuten und erkennen.

Warum habe ich Symptome, aber meine Laborbefunde sehen gut aus?

Wenn Symptome vorliegen, aber die üblichen Laborbefunde auf den ersten Blick unauffällig sind, dann bedeutet das lediglich, dass sehr wahrscheinlich eine der anderen möglichen Histaminstoffwechselstörungen vorliegt.
Diese zu erkennen und zu diagnostizieren erfordert viel Erfahrung und Fachwissen. Aus diesem Grund haben wir in unserer Praxis ein umfassenden Diagnose- und Behandlungsschema, das jeweils individuell auf den Betroffenen abgestimmt wird, entwickelt.

Checkliste

Wann solltest Du an eine Histaminintoleranz / Histaminstoffwechselstörung denken?

  • Hast Du häufig Kopfschmerzen oder Migräne?
  • Besteht eine Unverträglichkeit von Rotwein und anderen alkoholischen Getränken (z.B. „Rauschgefühl“ nach minimalen Mengen, wie 1 Glas Sekt)?
  • Besteht eine Unverträglichkeit von Hartkäse, haltbar gemachten Würsten, Tomaten bzw. Ketchup sowie Schokolade?
  • Hast Du eine Unverträglichkeit von chemischen Lebensmittelzusätzen (z.B. Geschmacksverstärker)?
  • Hast Du Magen- und Darmstörungen, insbesondere mit weichem Stuhl und Durchfällen über längere Zeit?
  • Hast Du niedrigen oder plötzlich hohen Blutdruck?
  • Hast Du öfter Stimmungsschwankungen, Müdigkeit oder Depressionen?
  • Bist Du permanent „energielos“ (Gefühl wie wenn der „Stecker gezogen“ wird)?
  • Hast Du Schlafprobleme?
  • Fällt es Dir schwer, Dich zu konzentrieren?
  • Hast Du öfter einen erhöhten Pulsschlag oder Herzrhythmusstörungen?
  • Bei Frauen: Hast Du Schmerzen bei der Regel oder Zyklusprobleme (z.B. Unregelmässigkeiten oder Zwischenblutungen)?
  • Bei Frauen: Hast Du immer wieder „Blasenentzündung“

Leobellvis Histamin-Wiki [1]

Wie bereits angekündigt, starten wir heute mit dem ersten Teil unseres Histamin-WIKI´s. Hier beantworten wir Dir Fragen, die oft an uns herangetragen werden, um Dir das Leben mit einer Histaminstoffwechselstörung so einfach wie möglich zu machen.

Histaminstoffwechselstörung und pflanzliche Proteine – eine gute Idee?

Das Folgende kennst Du bestimmt: Du steht aus irgendeinem Grund unter Stress und dann passiert es: Schweißausbrüche, Juckreiz, Durchfall, Konzentrationsschwierigkeiten oder Frieren. Vermutlich hast Du es Dir jetzt schon richtig gedacht. "Ja genau. Das kann von Histamin kommen."
Aber wie funktioniert das Ganze und wie können mich pflanzliche Proteine hier unterstützen?
Um eines vorne weg zu stellen: Stress (und hier sprechen wir nicht nur von Terminstress) gehört zu den effektivsten histaminfreisetzenden Faktoren, die Du Dir vorstellen kannst.
Ja genau, die lustigen Stresspusteln des Nachbarn oder der plötzliche explosionsartige Durchfall vor der mündlichen Prüfung, dem Vorstellungsgespräch oder der langen Urlaubsreise kommt von unserem lieben Histamin.
Das schöne an der Natur: es ist nicht nur für (fast) alles ein Kraut gewachsen, sondern es gibt auch jenseits von apothekenpflichtiger Chemie viele tolle und wirksame Stoffe aus der Natur, die auch noch gut schmecken und gesund sind.
Pflanzliche Proteine, wie hochwertige biologische Pflanzenproteine aus Hanf- oder Kürbiskernprotein gehören da unbedingt dazu.
Wie Du jetzt schon gelernt hast, spielen unsere lieben Nerven eine wichtige Rolle bei der Histaminfreisetzung. Also warum nicht versuchen, unser Nervenkostüm etwas stabiler zu stricken.
Kürbiskern- und Hanfprotein stecken voller essenzieller Aminosäuren. Es sind genau diese Aminosäuren, die unser Körper und unser Nervensystem braucht, um mit voller Kraft arbeiten und sich prächtig entwickeln zu können.
Auf Neudeutsch werden die essenziellen Aminosäuren deshalb auch als „Brain-Food“ bezeichnet.

Enthalten pflanzliche Proteine kein Histidin?

Für alle, die neu in der Thematik sind: Histidin ist als Aminosäure die direkte Vorläufersubstanz von Histamin. Weswegen es bei Vorliegen eine Histaminstoffwechselstörung wenig empfehlenswert ist, Thunfisch zu verzehren. Von der Umwelt- und Tierschutzseite abgesehen, ist Thunfisch nämlich extrem reich an Histidin.
Was in der Erfahrungsheilkunde schon seit jeher gilt, trägt auch hier zur Beantwortung der Frage bei:
"Alle Dinge sind Gift und Nichts ist ohne Gift; allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist." (Paracelsus)
Die semi-essenzielle Aminosäure ist in den pflanzlichen Proteinen aus Kürbis und Hanf genau in der richtigen Menge vorhanden. Der Körper benötigt Histidin nämlich nicht nur zur Produktion von Histamin, sondern ebenfalls für einen funktionierenden Eisenstoffwechsel und eine ausreichende Sauerstoffversorgung der Muskelzellen.

Ballaststoffe in Hanf- und Kürbiskernprotein unterstützen die Darmfunktion und eine gesunde Darmflora

Ballaststoffe haben nicht nur eine wichtige Funktion als „Füllstoff“ zur Unterstützung der Darmmotorik, sondern dienen den Milchsäurebakterien ebenfalls als Lebensgrundlage. Somit „fütterst“ Du die „guten“ Darmbakterien. Der durch die Milchsäure entstehende saure pH-Wert im Darm ist die Voraussetzung, dass sich keine Fäulniskeime im Darm einnisten können und die histaminabbauende Diaminoxidase (DAO) richtig funktioniert.

Mineralstoffe für den Histaminstoffwechsel

Wie die in pflanzlichen Proteinen enthaltene Mineralstoffe und Aminosäuren einen normalen Histaminstoffwechsel unterstützen können, kannst Du in unserem Beitrag zum Thema „Kürbiskerne und Histamin“ (zu finden hier: Link zum Beitrag) nochmals nachlesen.

Pflanzliche Proteine (Hanf / Kürbis) und Histamin: kein Problem

Deine Stresstoleranz zu optimieren ist ein sinnvoller Schritt, wenn Du möglichst beschwerdefrei mit einer Histaminstoffwechselstörung leben möchtest.
Hochwertige Kürbiskern- und Hanfproteine unterstützen Dich dabei.

Du wünscht Dir Unterstützung oder hast eine persönliche Frage? Schreib uns!

Wenn Du Dich jetzt mit Deinen bisher ungeklärten Symptomen wiedergefunden hast und eine persönlich Frage hast, oder Du hast Interesse an einer individuellen Diagnostik und Unterstützung, dann schreib uns einfach.
Für unsere Kunden stehen wir gerne mit Rat und Tat zur Seite, wenn es um Fragen rund um die Anwendung unserer Produkte in speziellen Fällen geht, oder wir können Dich auch über unsere Praxis individuell bei Diagnose und Therapie unterstützen.

Hast du Themenwünsche?

Wir bei Leobellvis verstehen uns als kundenorientierte Dienstleister. Das gilt nicht nur für unsere Produktentwicklungen auf höchstem Niveau, sondern auch für unseren Magazinbereich. Also keine Scheu, wenn Du Produktvorschläge oder spezielle Themenwünsche hast. Wir sind immer offen für Anregungen.

Autor: Martin Ostermaier
Martin Ostermaier Geschäftsführer Leobellvis GmbH und Heilpraktiker und Therapeut für Stoffwechsel und Hormontherapie Schwerpunkt Histaminintoleranz

Der Geschäftsführer von Leobellvis mit viel Know how...

Martin ist nicht nur ein Teil der Geschäftsführung und Mitgründer der Leobellvis GmbH.
Seine langjährige Tätigkeit als Therapeut in eigener Praxis, sein fundiertes Wissen zu allem, was mit Stoffwechsel, Histaminintoleranz und Diagnostik zu tun hat, ist er nicht nur ein gefragter Vortragsredner, sondern steht mit seinem gesamten Wissen sehr gerne auch für unsere Kunden zu Verfügung.
Du hast Fragen? Wir sind für Dich da.
 

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